Mann verdient 1,2 Millionen Euro mit Pfand!

1,2 Millionen Euro mit Pfand verdienen! Ist das möglich? Ja! Das beweist derzeit ein Mann aus Bochum.

Flaschenpfand ist ein Geldbetrag, den der Kunde bei einem Getränkeanbieter für eine gekaufte Flasche hinterlässt und mit Rückgabe der Flasche zurückerhält. Doch wie hat es der Mann aus Bochum geschafft 1,2 Millionen Euro damit zu erwirtschaften?

Die meisten Menschen kennen bereits die traditionelle Pfandrückgabe an der Kasse. Man gibt die Flaschen dem Kassierer, er zählt sie ab und für jede Flasche bekommt man eine Summe gutgeschrieben bzw ausgezahlt. Wie aber soll man da betrügen können? Natürlich funktioniert der Trick den der Bochumer angewendet hat nicht an der Kasse, sondern ganz anders.

Natürlich ereignete sich der Betrugsfall aus Bochum nicht an der Kasse, denn in den meisten Geschäften stehen in der heutigen Zeit Maschinen in die man seine Pfandflaschen einwerfen kann. Diese werden gescannt und landen dann in der Maschine. Nach dem Scannvorgang hat man die Möglichkeit sich einen Pfandbon aushändigen zu lassen. Dieser wird erst an der Kasse abgegeben und man erhält sein Geld zurück.

Die meisten werden vermuten, dass der Trickdieb diese Pfandbons vielleicht mehrfach gedruckt und abgegeben hat. Dies ist auch nicht der Fall, denn jeder Bon hat seinen eigenen Code und dieser kann nur einmal gescannt werden. Der Trick ereignete sich vorher am Automaten, denn dieser kann leicht manipuliert werden. Laut Anklage manipulierten die Betrüger zwei Pfandautomaten, um sich ständig einen Pfandbon auszahlen zu lassen.

Der Betrüger war Geschäftsführer eines Getränkehandels und manipulierte die Automaten, damit sie die Einwegpflaschen nicht geschreddert werden. Diese landen natürlich normal hinter dem Automaten und können so oft wie möglich gescannt werden. Für diese Art von Betrug drohen dem Angeklagten bis zu 5 Jahre haft.
Um legal 1,2 Millionen Euro durch Einwegpfand zu verdienen müsste man überigens 4,8 Millionen Flaschen sammeln.

Übrigens: Dieser Fall ereignete sich tatsächlich und der dreiste Betrugsfall landete (am 04.04.2018) vor dem Landesgericht Bochum.

Was hältst du von dem Betrug? Würdest du solch einen Trick ausnutzen und findest du die drohenden 5 Jahre Haft bei Verurteilung berechtigt? Schreibe uns deine Meinung in die Kommentare.

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